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Hans Georg Grupp
öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger IHK Stuttgart
Rosenplatz 11
D-73033 Göppingen
Germany
Telefon 07161 / 21650
Telefax 07161 / 21654
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Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, durch sich ausbreitenden neuen
Blechbearbeitungsverfahren, Handwerksbetriebe aus denen sich in einigen
Fällen Firmen mit späterer Weltgeltung entwickelten. Handwerkliches
Geschick und Spezialisierungen auf bestimmte Verfahren und Märkte waren
entscheidende Faktoren. Die Verformung von Blech und dessen Veredelung in
Form einer haltbaren Farbgebung waren unerlässlich Fertigkeiten für die
aufblühende Spielwarenindustrie. Durch den relativ leichten und doch
stabilen Werkstoff Blech ließ sich, in bezahlbarem Rahmen, die
fantastische Welt der fortschrittlichen Technik als Miniatur ins
Kinderzimmer bringen. Das "belebende" Element der teilweise echten
Funktion tat ein Übriges. Das Spielzeug, eigentlich in seinem
"Selbstverständnis" als zweckfrei empfunden, kam dadurch immer mehr in die
Nähe des pädadogischen Objekts. "Spielend lernen" oder "beim Spielen
lernen" wurden anfangs unterschwellige, später gewichtige Argumente um
Eltern zum Kauf zu bewegen. Exemplarisch sei der Kinderkochherd genannt,
der anfangs mit Spiritus, zeitweise mit Stadtgas und zuletzt mit
Elektrizität betrieben wurde. Die Mädchen konnten, immer unter Anleitung
der Eltern, anhand der mitgelieferten Utensilien und Kochbücher, en
miniature richtig kochen und backen. Kutschen konnten gezogen oder
geschoben und Karussells gedreht werden. Für die Dampfmaschinen genügten
nicht mehr die arbeitenden Dampfzylinder und die sich drehenden
Schwungräder, das Zischen und Pfeifen, nein ganze Miniaturwerkstätten mit
Bohrständern, Drehbänken und Schleifsteinen mußten betrieben werden
können. |